Six, Alps & Jazz
mit Matthias Schriefl

14. Februar 2019 | 20:00 Uhr | 15 €

bistro verde in der alten Schmiede
Maternusstraße 6 | 50996 Köln
Tickets 0221 93550417

Matthias Schriefl – Trompete, Flügelhorn, Bassflügelhorn, Euphonium, Tuba, Alphorn, Ophikleide, Gesang | Johannes Bär – Tuba, Euphonium, Flügelhorn, Alphorn, Bassgitarre, Gesang | Alex Morsey – Bass, Tuba, Gesang | Gregor Bürger – Fagott, Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette, Baritonsaxophon, Gesang | Peter Heidl – Flöte, Piccoloflöte, Tenorsaxophon, Klarinette, Gesang | Florian Trübsbach – Altsaxophon, Flöte, Klarinette, Oboe, Piccoloflöte, Schwegel (historische hölzerne Querflöte ohne Klappen), Gesang

Diese 6-köpfige Formation aus Multiinstrumentalisten beweist spielerisch auf einer Vielzahl an Holz- und Blechblasinstrumenten, dass Volksmusik auch Jazz und Jazz auch Volksmusik ist. Mit vitaler Virtuosität wird dabei gekonnt jeder Gedanke an Volkstümelei weggespielt. Heimatliche Instrumente von Alphorn bis Schwegel werden in Szene gesetzt und altes Liedgut neben Eigenkompositionen in alpinem Stil in die globale Musik des improvisierten Jazz übersetzt. Dabei wird auch immer mal wieder auf Rhythmen aus dem Himalaya, der Türkei und dem afrikanischen Kontinent zurückgegriffen, so dass die Alphörner „sinfonisch zu glühen“ beginnen. Matthias Schriefl erweist sich als sicherer Grenzgänger zwischen den musikalischen Kulturen und als solcher wurde er von der Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik für die CD von Six, Alps & Jazz ausgezeichnet.

Mehr unter www.schriefl.eu

Statements:
Sunday Times: Das Album “Six, Alps & Jazz” wurde zu den 10 besten Alben des Jahres gewählt
“Schriefls Kunst bietet Abenteuer und sie lässt uns neu zuhören” Jury vom Förderpreis NRW für Komposition, Dirigat, Instrumentalmusik
“So entpuppt sich “Six, Alps & Jazz” bald schon als musikalische Wundertüte. Vollgestopft mit schrägen Einfällen, verblüffenden Wendungen und einem schier unerschöpflichen Arsenal an Klangfarben” Kulturmagazin, Peter Füssl

Matthias Schriefl
Jahrgang 1981, wuchs am Rande der Alpen in Maria Rain auf. Von 2000 bis 2005 studierte er in Köln und Amsterdam. Seit 2006 veranstaltet er die Konzertreihe Jazz-O-Rama im Artheater Köln. Von 2008 bis 2010 tourte er mit seiner Band Shreefpunk als „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation durch die großen Konzerthäuser Europas. Danach experimentierte er vorwiegend mit alpiner Musik. 2012 brachte er bei ACT in der Reihe „Young German Jazz“ das mehrfach preisgekrönte Album mit Six, Alps & Jazz heraus. Es folgen bis heute regelmäßig neue CD-Aufnahmen mit diversen Bands, in welchen er als Musiker und Komponist seinen jeweiligen Mitmusikern wie “maßgeschneidert” seine Stücke auf den Leib schreibt.
Schriefl lebt in Köln und teilweise im Allgäu. Seine musikalische Neugierde inspiriert ihn immer wieder zu längeren Studienreisen nach Indien und Aufenthalten in afrikanischen und südamerikanischen Ländern, wo er sich mit verschiedenen musikalischen Traditionen befasst. 2016 zahlte sich sein vielseitiges Engagement mit dem Weltmusik-Preis RUTH in Rudolstadt aus. Er kennt und liebt große Bühnen und die weite Welt, legt aber Wert darauf, regelmäßig auch an kleinen, ländlichen Veranstaltungsorten Jazz nahezubringen.
Er erhielt über die Jahre viele Preise, u.a. 2006 WDR-Jazzpreis für Improvisation, 2008 Ernennung zum „Rising Star“ auf Vorschlag der Kölner Philharmonie, 2008 Förderpreis NRW für Komposition, Dirigat, Instrumentalmusik, 2012 Preis der Deutschen Schallplattenkritik für „Six, Alps & Jazz”, 2016 Weltmusik-Preis RUTH in Rudolstad, 2019 neuer deutscher Jazzpreis – Bandpreis mit Shreefpunk und Solistenpreis

Johannes Bär
stammt aus einer Musikerfamilie. Er versuchte bereits mit drei Jahren, Trompete zu spielen. Nach Unterricht beim Vater Rudolf, einem Hobbymusiker, hatte er mit fünf Jahren seinen ersten Auftritt bei der Vorarlberger Gruppe Familienmusik Bär. Diese widmete sich ab 1981 der traditionellen Volksmusik und bestand aus dem Vater Rudolf, seinen Geschwistern und ihm. Von 1992 bis 1996 wurde er durch Josef Eberle in der Musikschule Dornbirn ausgebildet. Danach studierte er bei Lothar Hilbrand am Vorarlberger Landeskonservatorium, wo er 2004 mit Auszeichnung abschloss. Dann absolvierte er ein klassisches Instrumentalstudium bei Hans Gansch am Mozarteum Salzburg. Während des Studiums spielte Bär im Universitätsorchester und den Ensembles Pro Brass, Sound Inn Brass und der Vorarlberger Gruppe Stella Brass, mit denen er zahlreiche Tourneen absolvierte und außer in Europa in Russland und Südostasien aufgetreten ist. Seit 2001 gehört er zum Holstuonarmusigbigbandclub, für den er auch alle Arrangements schreibt,weiterhin zu voXXclub, zu Peter Madsens Formation CIA, zu Matthias Schriefls Six, Alps & Jazz und dessen Moving Krippenspielers, mit denen er auf je einer CD zu hören ist und zu David Helbocks Random/Control, mit der er drei Alben eingespielt hat.Neben Trompete hat er sein Instrumentarium ständig erweitert und nennt heute ca. 18 Blechblasinstrumente sein eigen – u.a. Posaune, Bassflügelhorn, Tuba, Flügelhorn und Euphonium.

Alex Morsey
war mehrfach bei Jugend jazzt erfolgreich und wurde Mitglied des Landesjugendjazzorchesters NRW und später des Bundesjazzorchesters unter Peter Herbolzheimer. Von 1995 bis 2000 studierte er an der Folkwang-Hochschule Essen bei Gunnar Plümer und John Goldsby, wo er anschließend eine Lehrtätigkeit ausübte. Am Stadttheater Münster übernahm er 2006/07 die musikalische Leitung von „Shockheaded Peter“. Alex Morsey absolvierte internationale Tourneen und Gastspiele mit Matthias Schriefl. Weiterhin war er Mitglied von Un Tango Más, der Gruppe Disguise und Jan Klares Formationen 7 und The Dorf. Mit diesen und anderen Bands hat er mehr als 20 CDs eingespielt. Auch arbeitete er mit Clark Terry, Herb Geller, Ack van Rooyen, Norma Winstone, Uli Beckerhoff, Silvia Droste, Wolfgang Engstfeld, Wolfgang Schlüter, Leszek Zadlo, Wolfgang Lackerschmid, Stefanie Schlesinger, Peter Rühmkorf, Christian Brockmeier, Susanne Riemer und Ulita Knaus.
Außerdem wirkt er mittlerweile auf über 30 CDs mit,u.a. in der „Ritter Rost“-Reihe. Tourneen führten ihn u.a. nach Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Mittelamerika, Karibik, Spanien, Thailand, USA, Schweden, Norwegen, Niederlande, Österreich, Schweiz, Helsinki, Polen, Luxemburg, Peking, Italien, Caracas, Marokko …
Alex Morsey ist einer der meißtbeschäftigten Bassisten in Deutschland

Gregor Bürger
wurde 1976 in München geboren. Gregor Bürger wurde mit zehn Jahren Mitglied im Tölzer Knabenchor und begann im Alter von vierzehn Jahren mit dem Saxophonspiel. Als Jugendlicher fand er seine Begeisterung für Jazz und Funk. Von 1994 bis 1996 absolvierte er am Richard-Strauss-Konservatorium München zunächst ein sogenanntes Jungstudium. Sein dort in Folge absolviertes Musikstudium (Saxophon, Klarinette und Fagott) schloss er 1998 als staatlich geprüfter Musiklehrer ab. Es folgte bis 1999 ein Studium am Bruckner-Konservatorium in Linz. Von 1995 bis 1997 spielte er in Peter Herbolzheimers Bundesjazzorchester.
Gregor Bürger war unter anderem auch als Studio- bzw. Begleitmusiker von Martin Schmitt, Lou Bega, Claudia Koreck, Harald Rüschenbaum, Al Porcino und diversen Soulformationen aktiv. Mit dem Bläsersatz von Joseph Bowie, den Temptations oder Four Tops tourte er in Deutschland, Belgien und in den Niederlanden und hatte zahlreiche Auftritte im In- und Ausland mit Formationen wie Soulkitchen, Brasil Connection, Swing Summit, Maggie Jane & Band, dem Joe Haider Jazz Orchestra oder der Dusko Goykovich Bigband.

Florian Trübsbach
wurde ebenfalls 1976 geboren. Er hatte das Glück, in jungen Jahren als Solist des Tölzer Knabenchors unter Persönlichkeiten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Lorin Maazel zu musizieren. Nach dem Stimmbruch nahm er Kompositionsunterricht bei Hans Werner Henze. Zufällig in ein Konzert von Dizzy Gillespie geraten, entbrannte seine Leidenschaft für den Jazz, die bis heute nicht nachgelassen hat. Er tauschte seine Geige gegen das Saxophon ein. Nach dem Abitur schloss er sein während der Schulzeit begonnenes Jazz-Studium in München ab und wurde mit dem „Bayerische Staatsförderpreis für junge Künstler“ ausgezeichnet. In Hamburg setzte er seine Kompositionsstudien fort, bevor er sich dann in Berlin niederließ. Florian Trübsbach hat mit verschiedenen eigenen Projekten sowie mit Ensembles und Musikern unterschiedlichster Genres wie Bill Holman, Joe Lovano, John Abercrombie dem Stuttgarter Kammerorchester oder den „Fantastischen 4“ konzertiert sowie Rundfunk- und CD-Aufnahmen eingespielt. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Syrien und Sibirien, nach Südafrika, Japan und China. Er ist Professor für Jazz-Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater in München. Er lebt mit seiner Familie im Chiemgau. Wenn er nicht musikalisch unterwegs ist, trifft man Ihn in seinen geliebten Bergen, eine Schwegelpfeife im Rucksack, denn so ganz ohne Musik geht es doch nicht.

Peter Heidl
Peter Heidl ist ebenfalls wie seine Musikerkollegen Multiinstrumentalist. Neben der Flöte, und der Piccoloflöte spielt er Tenorsaxophon, und Klarinette

Foto: Gerhard Richter