Duo Anna Tropper & Matthias Schriefl

23. August 2024
20:00 Uhr – 20 €

bistro verde in der alten Schmiede
Maternusstraße 6 | 50996 Köln
Tickets unter 0221 93550417 oder info@walterscheidt.net

Anna Tropper – Geige, Klavier, Gitarre, Flügelhorn, Percussion, Stimme | Matthias Schriefl – Trompete, Flügelhorn, Euphonium, Akkordeon, Alphorn, Tuba, Stimme

Beim Duo Tropper / Schriefl handelt es sich um ein Steirisch-Allgäuerisches Gesamtkunstwerk, das sämtliche Grenzen zwischen alpiner Volksmusik, Thrash-Metal, Gstanzl, indischer Musik, kubanischem Mambo, österreichischem Schlager, Klassik und Avandgarde niederreißt. Mit Geige, Gitarre, Flügelhorn und Klavier (Tropper), Trompete, Flügelhorn, Alphorn, Euphonium, Tuba und Akkordeon (Schriefl) sowie Gesang von beiden, machen sich Tropper und Schriefl über alles her, was Ihnen Spaß macht.

Die vielen Instrumente umgarnen sich gegenseitig und verschmelzen in jedem Stück zu einem anderen Duo, das immer wieder neue Geschichten erzählt. Oft wirkt das Duo eher wie ein Quartett, weil beide Musiker*innen multitaskingfähig sind und schnell zwischen den Instrumenten hin- und herwechseln oder gar zwei gleichzeitig spielen. Das Duo scheut weder die schwindelerregenden Anhöhen lustiger Stücke, noch die tiefen Trauertäler ernsthafter Balladen. Schriefl und Tropper verstehen sich als Reiseleiter, die manch kuriose Abkürzung und manche geografische Besonderheit kennen – auf einmal ist das Allgäu ganz nah dran an Indien, der hohe Dachstein ragt nach New York herüber und der Kölner Dom liegt am Fuße der Alpen. Dieses Duo ist ein absolutes Muss für Eure weltoffenen, neugierigen Ohren, eine Inspiration, neues zu wagen und mit Lebensfreude ans Werk zu gehen.

Das Ganze in jetzt in allgäuerisch.

Beim Duo Tropper / Schriefl kutt s Bescht vo der Steiermark und osm Allgäu zähmet, dia vermischlet gar alls vo ar Volksmusi, iber Thrash-Metal, Gstanzl, indischar Musik, am kubanische Mambo, am österreichische Schlager, Klassik und Avandgarde! D’Anna Tropper ka schier gar als spiele: Giege, Gitahr, Fliagelhorn und Klavier, ab und zua drommlet se o no! Und des was se seal id spiele ka, spielt bei eis der Hiasl: Drombeate, Fliagelhorn, Alphorn, Euphonium, Tuba und Akkordeon. Und singe dänd se beid, ob se grad amole d Gosch frei hand oder o id, und nacha machet se sich iber alls hea, was eahne grad guat dunckt.

Die viele Instrumenter standed id bloß umanand, dia wäret ständig gwässlet und danzed schier mitnand, so dass ba moit, bei jedem Stuck stoht sche mea a nuis Duo off der Bühne, was mea ebs komplett anders macht. Mankmol moisch, des Duo wär a Duell, oder sogar a Triole oder a Quartal, weil se beid oft so weigle d Instrumenter hin- und heawesslet, dass ba schier numm nachekutt. Des Duo hat gar koi Angst id vor de Heacha vo luschtige Stickla, aber deane wirds o id drimmslig, wänn se ganz diaf mea z Nacht ramiaßet ins danke Daal vo eernsthafta Ballada. Schriefl und Tropper sind wia Bergführer, bloß ohne Saufe und Schädelweh hinterhea, und se wisset jede Abkürzung und kennet alle Abhänge – oft amol dunckt oims Allgäu ganz näch bei Indien, der hoache Dachstoi luaget numm bis of des agleagene New York und der Kölner Dom isch glei nebs der Zugspitz. Des Duo miaßet uibre wealtoffene, nuigierige Ohre amole alose, a Inspiration, dass ba ebs nuis probiert und allad mit ar Freid weitermächelet.

Anna Tropper
Anna Tropper wurde in Feldbach in der Steiermark geboren. Ihr musikalischer Lebensweg begann in der Blaskapelle, wo sie am Schlagzeug ihre ersten Gehversuche machte. Daneben waren Geige und Klavier schon immer ihre beiden Hauptinstrumente. Mit zehn Jahren entschied sie sich dann für die Geige als Hauptinstrument und absolvierte auch mit Hauptfach Geige ihr Musikstudium. Ihre Jugend war hauptsächlich von der Klassik geprägt, aber mit Beginn ihres Studiums änderte sich das und so hat sie ihren Weg Richtung Jazz, Weltmusik und Volksmusik eingeschlagen.
„Fraunz“ war ihr erstes Musikprojekt mit ihren eigenen Kompositionen. Im Zuge dessen verwendete und entdeckte sie dann auch erstmals ihre Stimme, die inzwischen aus ihrem künstlerischen Schaffen nicht mehr wegzudenken ist.
Mittlerweile arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, ist als musikalische Leiterin an Theatern – Schauspielhaus Graz – angestellt, tourt mit Bands und genießt das Leben auf der Bühne. In der Weihnachtszeit spielt sie u.a. in Matthias Schriefl`s „Moving Krippenspielers“.

Matthias Schriefl
Matthias Schriefl, Jahrgang 1981, wuchs am Rande der Alpen in Maria Rain auf. Von 2000 bis 2005 studierte er in Köln und Amsterdam. Seit 2006 veranstaltet er die Konzertreihe Jazz-O-Rama im Artheater Köln. Von 2008 bis 2010 tourte er mit seiner Band Shreefpunk als „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation durch die großen Konzerthäuser Europas. Danach experimentierte er vorwiegend mit alpiner Musik. 2012 brachte er bei ACT in der Reihe „Young German Jazz“ das mehrfach preisgekrönte Album mit Six, Alps & Jazz heraus. Es folgen bis heute regelmäßig neue CD-Aufnahmen mit diversen Bands, in welchen er als Musiker und Komponist seinen jeweiligen Mitmusikern wie „maßgeschneidert“ seine Stücke auf den Leib schreibt. Schriefl lebt in Köln und teilweise im Allgäu. Seine musikalische Neugierde inspiriert ihn immer wieder zu längeren Studienreisen nach Indien und Aufenthalten in afrikanischen und südamerikanischen Ländern, wo er sich mit verschiedenen musikalischen Traditionen befasst. 2016 zahlte sich sein vielseitiges Engagement mit dem Weltmusik-Preis RUTH in Rudolstadt aus. 2019 gewann er gleich doppelt in Mannheim beim Neuen Deutschen Jazzpreis, den Bandpreis mit seiner Band Shreefpunk plus Strings und den Solistenpreis. Im Corona-Jahr 2020 ging er im Sommer mit Johannes Bär im Duo zu Fuß von dessen Heimatort zu seinem und spielte auf dem Weg Open-Air-Konzerte. Diese Tour wurde von einem Kamera-Team begleitet, die 2021 den Film „Auf Tour Z’Fuaß“ in die Kinos brachte, der 2022 auf DVD erscheint. Im Jahr 2021 gründete er die Band Geläut, mit der er viele Kirchengeläute vertonte und live mit ihnen interagierte, was in eine aufwändige CD-Produktion mündete. Außerdem leitete er 2021 das BundesJazzOrchester mit einem eigens für die Band geschriebenen Alpen-Jazz-Programm. Er kennt und liebt große Bühnen und die weite Welt, legt aber Wert darauf, regelmäßig auch an kleinen, ländlichen Veranstaltungsorten Jazz nahezubringen.
Preise und Auszeichnungen: 
2006 WDR-Jazzpreis für Improvisation
, 2008 Ernennung zum „Rising Star“ auf Vorschlag der Kölner Philharmonie
, 2008 Förderpreis NRW für Komposition, Dirigat, Instrumentalmusik
, 2012 Preis der Deutschen Schallplattenkritik für „Six, Alps & Jazz“
, 2016 Weltmusik-Preis RUTH in Rudolstadt
, 2019 neuer deutscher Jazzpreis – Bandpreis mit Shreefpunk und Solistenpreis
, 2020 Förderung BTHVN 2020 – Projekt „Jazz, Jam & Beethoven“
 und 2021 Förderung Musikfonds – Projekt „Geläut“.

Hier gehts zur Musik

Foto: Matthias Schriefl