Joscho Stephan Quartett

14. Januar 2022 | 20:00 Uhr – 15 €

bistro verde in der alten Schmiede | Maternusstraße 6 | 50996 Köln
Tickets: 0221 93550417 | info@walterscheidt.net

Joscho Stephan – Sologitarre | Sven Jungbeck – Rhythmusgitarre
Sebastian Reimann – Geige | Volker Kamp – Kontrabass


Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen.
Seine beiden letzten Produktionen erfuhren eine besondere Anerkennung. Anfang 2015 wurde „Gypsy meets Groove“ ebenso für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wie sein aktuelles Album „Guitar Heroes“, für welches er Gitarrengrößen wie Bireli Lagrène und Stochelo Rosenberg als Gäste gewinnen konnte. Schon sein Debüt „Swinging Strings“ wurde 1999 vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“ feiert Joscho Stephan als Gitarristen für die Zukunft der Gypsy Jazzgitarre.
Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.

Sven Jungback
1983 in Dormagen geboren wuchs Sven Jungbeck in einer musikalischen Familie auf. Seine Großmutter wie seine Mutter beherrschten verschiedene Instrumente und im Alter von 13 Jahren rückte die Gitarre für ihn in den Mittelpunkt. Nach dem Schulabschluss absolvierte er das Studium der Jazzgitarre an der Musikhochschule in Arnheim und konzertierte mit zahlreichen Bandprojekten sowie als Solist. Obwohl er im Hauptfach E Gitarre studierte, ist er heute hauptsächlich auf diversen akustischen Gitarren und der Mandoline zu Hause. Sein größter Einfluss im Jazz ist sicherlich Gitarrenvirtuose Django Reinhardt. Nach dem Studium beschäftigte er sich intensiv mit der Fingerstyle Gitarrenmusik des amerikanischen Gitarristen Chet Atkins sowie mit Bluegrass, Folk und Countryblues im Allgemeinen. Seine Arrangements und Kompositionen performte er bereits europaweit mit seinen Bands D’Artagnan und JJ and the Acoustic Machine. Als Dozent ist Sven Jungbeck seit vielen Jahren tätig, unter anderem an der Musikschule Spicks in Nievenheim, sowie in der Music Box Oxana in Meerbusch Büderich.

Volker Kamp
Live kann er auf einen großen Erfahrungsschatz als Sideman zurückgreifen. Im Laufe der Zeit hatte ich Gelegenheit, Künstler in verschiedensten Genres zu begleiten. Von Jazz-, Rock- und Hiphopfestivals war alles dabei. Derzeit spielt Volker Kamp vornehmlich, als Kontrabassist im Trio und Quartett von Joscho Stephan aktiv.
Die Theatermusik ist eine seiner großen Leidenschaft. Seit der Spielzeit 2000/2001, in der er als Assistent des damaligen Musikalischen Leiters am Theater Oberhausen begann, lässt sie ihn nicht mehr los. Das Zusammenwirken verschiedener Kunstformen hat für ihn einfach einen ganz besonderen Reiz. Vielfältige Produktionen spielte Volker Kamp an den Theatern in Oberhausen, Bochum, Bonn, Moers, Stuttgart, Meiningen und Schwäbisch Hall. Als Studiomusiker ist Volker Kamp E- und Kontrabassist, Blechbläser und Saiteninstrumentalist und spielt weitere, teils selten zu findende Instrumente.
In den letzten Jahren tritt er zunehmend als Produzent, vornehmlich für Bühnen- und Filmmusiken in Erscheinung.

Sebastian Reimann
Sebastian Reimann wurde 1967 in Konstanz geboren. Mit 7 Jahren entschied er sich für die Geige. Mit 14 Jahren wurde er das jüngste Mitglied des Kammerorchesters „Concerto Constanz“ (ehem. Junges Kammerorchester Konstanz) und 16-jährig dessen Konzertmeister. 1996 schloss er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sein Studium mit der Reifeprüfung ab. Seine Lehrer waren Prof. Igor Ozim, Prof. Gerhard Peters und das Alban Berg Quartett. Meisterkurse belegte er beim Israel Piano Trio, dem Leipziger Klaviertrio, dem Abbegg Trio und dem Kölner Klaviertrio. Er war Stipendiat der Henry-Marteau-Stiftung und Preisträger der Deutschen Schubert Gesellschaft.
Zwischen 1990 und 1996 war er im Robert Schumann Orchester Düsseldorf, bei den Heidelberger Sinfonikern und im Philharmonischen Orchester Dortmund tätig. Mit seinem Klaviertrio „Trio Con Brio” konzertierte er in ganz Deutschland, Belgien, den Niederlanden und den USA.
Seine Leidenschaft für Tango und Jazz führte ihn 1993 zu TANGO FUEGO, einem der ältesten deutschen Tango-Ensembles und 2003 zum JOSCHO STEPHAN QUARTETT. Zahlreiche CD- und DVD- Produktionen dukumentieren diese Arbeit. Tourneen führten ihn durch Europa und nach Übersee.
Er war Konzertmeister in div. Musicals, u.a. „Die Schöne und das Biest”, „Les Miserables” und „Elisabeth”. Bis heute ist er immer wieder bei freien Orchester Crossover Projekten wie „Die Lange Nacht der Filmmusik”, TIM ISFORT ORCHESTER, „Celebrating the Music of Jon Lord” (Deep Purple) oder „Winterwunderland” für die Einstudierung als Konzertmeister mitverantwortlich.

Foto: Manfred Pollert